
TUI Wildlife Cambodia
Im Nordosten Kambodschas ist der Veun Sai Siem Pang Nationalpark ein Paradies für Artenvielfalt mit üppigen Wäldern und seltenen Wildtieren wie dem gefährdeten Gelbwangenschopfgibbon. Doch dieser einzigartige Lebensraum ist stark bedroht, insbesondere durch die illegale Umwandlung von Wald in landwirtschaftliche Nutzflächen. Diese Entwicklung ist hauptsächlich auf Armut sowie schwache oder unklare Regierungsstrukturen zurückzuführen. Da diese nicht nachhaltigen Praktiken zu einem erheblichen Verlust an Lebensraum führen, ist die reiche Artenvielfalt des Parks gefährdet.
TUI Wildlife Cambodia widmet sich den Ursachen der Waldzerstörung, um wichtige Lebensräume für die verschiedenen Arten zu sichern. Das Projekt verbindet Naturschutz mit der Förderung nachhaltiger Lebensgrundlagen, indem es den Gibbon-Tourismus verbessert und die Regierungsstrukturen stärkt.
Der Veun Sai Siem Pang Nationalpark wurde als wichtiger Standort für den Gibbon-Schutz identifiziert, insbesondere für den Nördlichen Gelbwangenschopfgibbon. Begrenzte Einkommensmöglichkeiten und eingeschränkter Marktzugang zwingen die lokalen Gemeinden dazu, die natürlichen Ressourcen im Park auf nicht nachhaltige Weise abzubauen, z. B. durch Abholzung, Jagd und Rodung von Wäldern für die Landwirtschaft. Eine schwache Regierungsführung ist ein weiterer entscheidender Faktor für die Umweltzerstörung im Nationalpark. Der Park liegt abgelegen und es gibt einen kleinen, aber wachsenden Tourismussektor, der das Potenzial hat, mehr Besucher*innen für den Ökotourismus zu gewinnen.
Um dieses Gebiet zu schützen, verfolgt das Projekt einen dualen Ansatz. Es schafft nachhaltige Erwerbsmöglichkeiten für die lokale Bevölkerung durch verbesserten Ökotourismus und konzentriert sich auf die aktive Einbeziehung der lokalen Gemeinden in die Naturschutzbemühungen, um die Verwaltung der Schutzgebiete zu stärken.
Um den Schutz von sechs gefährdeten und fünf stark gefährdeten Arten zu gewährleisten und 500 Hektar Wald zu erhalten, führt das Projekt gezielte Erhebungen zur Artenvielfalt durch, setzt Wildkameras ein und kartiert wichtige Biodiversitätsgebiete. In Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden werden diese Gebiete in die Patrouillen der Ranger und in die Naturschutzpläne aufgenommen.
Trotz seiner isolierten Lage hat der Park die Möglichkeit durch eine einzigartige Natur, sich zu einem erstklassigen Reiseziel für Ökotourismus zu entwickeln. Um die Ökotourismus-Aktivitäten zu verbessern, die Besucher*innenzahlen zu erhöhen und Arbeitsplätze zu schaffen, arbeitet das Projekt mit Reiseveranstaltern zusammen. Gemeinsam werden Gebiete auf ihr Potenzial für den Ökotourismus untersucht und neue Reiserouten für weitere Sehenswürdigkeiten in der Region erstellt. Es verbessert die Wanderwege und identifiziert neue Aussichtspunkte. Um das Erlebnis für Besucher*innen zu verbessern und die Gäste über Naturschutz und Wildtiere aufzuklären, werden an allen Standorten Informationsschilder angebracht.
Eine Reihe von Programmen zur Öffentlichkeitsarbeit informieren 300 Bewohner*innen über das lokale Ökosystem, die Bedeutung des Naturschutzes und die Vorteile des Ökotourismus. Lokale Interessengruppen erhalten Schulungen zur Wartung und Instandhaltung von Wanderwegen und Einrichtungen. Darüber hinaus werden Reiseleiter*innen in den Bereichen Naturschutz, Biodiversität und den Grundsätzen des nachhaltigen Tourismus geschult.
Das Projekt setzt diese Strategien ein, um kritische Lebensräume für bedrohte Arten zu sichern und gleichzeitig sicherzustellen, dass die lokalen Gemeinschaften vom Naturschutz profitieren.
Projektpartner
IUCN Save Our Species unterstützt wissenschaftlich fundierte Naturschutzmaßnahmen vor Ort, die bedrohte Arten vor dem Aussterben bewahren. Indem es Naturschutzorganisationen an vorderster Front finanziert, die einzigartiges Wissen über ihre Region und ihre lokale Biodiversität haben, konzentriert es sich auf Maßnahmen, die große Wirkung erzielen.
Alle IUCN-Projekte von „Save Our Species“ zielen nicht nur darauf ab, bedrohte Arten zu schützen, sondern auch ihre Lebensräume zu erhalten und die Lebensgrundlagen der Menschen zu verbessern, die von ihnen abhängig sind. Sie befassen sich auch mit dringenden Themen wie Klimawandel, Armut und Lebensmittel- und Wassersicherheit und tragen so zu den Zielen für nachhaltige Entwicklung bei.





