TUI Forest Tanzania

An der Nordostküste Tansanias vereint der Saadani-Nationalpark Savannen, Strände, den Wami-Fluss und küstennahe Mangrovenwälder. Diese einzigartige Landschaft bietet Lebensraum für Wildtiere, fördert die biologische Vielfalt, unterstützt die Menschen in der Umgebung und trägt zu einer wachsenden Tourismuswirtschaft bei. Da es nur begrenzte Möglichkeiten gibt, verlässliche Einkommensquellen außerhalb dieser natürlichen Ressourcen zu erschließen, sind Familien im und um den Park häufig weiterhin auf diese angewiesen. Allerdings wurden Teile des Mangrovenökosystems durch die Auswirkungen des Klimawandels sowie durch die Entnahme von Holz für Brennstoff, Holzkohle und Bauzwecke geschädigt.

TUI Forest Tanzania renaturiert geschädigte Mangrovengebiete und schafft gleichzeitig Lebensgrundlagen, die mit Naturschutz und Tourismus verbunden sind. In zwei geplanten Phasen sollen im Rahmen des Projekts bis zu zwei Millionen einheimische Mangrovenbäume gepflanzt und bis zu zwei Millionen Quadratmeter Lebensraum renaturiert werden. Das Projekt stärkt die Menschen vor Ort durch Beschäftigung, die Vermittlung praktischer Fähigkeiten und neue Einkommensmöglichkeiten, die dazu beitragen, die Abhängigkeit von der Nutzung der Mangroven als Ressource zu verringern. Zudem fördert es Besuchererlebnisse, die den Menschen die Bedeutung der Mangroven näherbringen.

Der Saadani-Nationalpark liegt in der Nähe von Tanga an der Festlandküste Tansanias. Seine Mangrovensümpfe, Salzpfannen und Lebensräume im Mündungsgebiet grenzen an Savannen und Strände am Indischen Ozean. Diese Kombination bietet Besucher*innen die Möglichkeit, Land-, Küsten- und Meereslebensräume innerhalb eines einzigen Schutzgebiets zu erleben. Der Park bietet zudem bedrohten Wildtierarten einen Lebensraum und unterstützt Menschen vor Ort, deren Lebensgrundlage unter anderem auf Fischerei, Kleinhandel und Beschäftigungsmöglichkeiten im Zusammenhang mit dem Park beruht.

Mangroven spielen in dieser Landschaft eine zentrale Rolle. Sie bieten Laich- und Aufzuchtgebiete für Fische und andere Wasserlebewesen, stabilisieren die Küstenlinien und tragen dazu bei, die Anfälligkeit für Erosion und Sturmfluten zu verringern. Dennoch haben Menschen in abgelegenen Siedlungen rund um den Park nur begrenzten Zugang zu alternativen Energiequellen und verlässlichen Einkommensmöglichkeiten. Mangrovenholz wird daher als Brennstoff, zur Herstellung von Holzkohle und als Baumaterial genutzt. Im Laufe der Zeit belastet dies das Ökosystem, von dem die lokale Bevölkerung, die Tierwelt und der Tourismus gleichermaßen abhängig sind.

TUI Forest Tanzania renaturiert in zwei Phasen insgesamt zwei Millionen Quadratmeter geschädigten Mangrovenlebensraum. Im Rahmen des Projekts werden zwei Millionen einheimische Mangrovenbäume gepflanzt. In jeder Phase sollen jeweils eine Million Bäume gepflanzt und eine Million Quadratmeter renaturiert werden. Die Hälfte der Bäume wird in eigens eingerichteten Baumschulen vor Ort herangezogen, die andere Hälfte direkt durch das Pflanzen von Vermehrungsgut angesiedelt. Lokale Teams sammeln das Vermehrungsgut, betreuen die Baumschulen, bereiten die Pflanzflächen vor und pflanzen Mangrovenarten, die für die örtlichen Boden- und Gezeitenbedingungen geeignet sind.

Das Projekt sichert 37 Arbeitsplätze, darunter 20 Stellen in der Baumpflanzung, zehn in den Baumschulen sowie weitere technische und koordinierende Funktionen. Alle 37 Mitarbeiter*innen werden zudem in den Bereichen Pflanzung und Naturschutz geschult. Etwa 70 % der lokalen Pflanzkräfte sind Frauen. Durch diese naturschutzbezogenen Arbeitsplätze können Menschen, die zuvor ihren Lebensunterhalt mit dem Holzeinschlag bestritten, nun ein Einkommen durch die Wiederherstellung und den Schutz der Mangrovenwälder erzielen.

Nach der Pflanzung überwacht TUI Forest Tanzania das Überleben, das Wachstum und den Gesundheitszustand der Bäume. Die Erhebungen finden nach drei, sechs, zwölf, 24 und 36 Monaten statt. Dabei wird eine Überlebensrate von 80 % angestrebt. Neben der Renaturierung arbeitet das Projekt mit Menschen vor Ort und den Parkbehörden zusammen, um den Schutz von drei bedrohten Arten zu unterstützen: der Massai-Giraffe, dem vom Aussterben bedrohten Weißschenkel-Colobus-Affen und dem gefährdeten Schwarzen Colobus-Affen. Zudem werden touristische Angebote durch geführte Bootstouren und einen Mangrovensteg mit Informationstafeln auf Englisch und Swahili ausgebaut.

In beiden Phasen werden im Rahmen des Projekts vier Partnerschaften im Tourismussektor aufgebaut, zwei touristische Erlebnisse gefördert und insgesamt 1.500 Teilnehmerinnen erreicht, darunter 1.000 internationale und 500 inländische Besucher*innen. Diese Erlebnisse ermöglichen Besucher*innen den Zugang zum Renaturierungsgebiet und schaffen gleichzeitig Chancen für Reiseleiter*innen, Kunsthandwerker*innen, Gastronomiebetriebe und andere Unternehmen in der Umgebung.

Das Projekt verbindet ökologische Renaturierung mit wirtschaftlichen Chancen vor Ort und trägt so dazu bei, den Naturschutz über die Pflanzphase hinaus fortzuführen. Bezahlte Arbeitsplätze schaffen für die Menschen vor Ort einen direkten Anreiz, die renaturierten Gebiete zu schützen. Touristische Angebote und Wanderwege verbinden intakte Mangrovenwälder mit potenziellen Einkommensquellen für lokale Reiseleiter*innen, Beherbergungsbetriebe, Kunsthandwerker*innen und kleine Unternehmen. Durch langfristiges Monitoring wird überprüft, ob die renaturierten Wälder überleben und sich weiterentwickeln. Gleichzeitig stärken Treffen mit den Menschen vor Ort und die Abstimmung mit Behörden die lokale Verantwortung für den Schutz der Mangroven.

Durch die Verknüpfung von Waldschutz, messbaren Renaturierungsmaßnahmen, Beschäftigung und Tourismus geht TUI Forest Tanzania sowohl die Schädigung der Mangrovenwälder als auch die damit verbundenen wirtschaftlichen Herausforderungen an. So schafft das Projekt eine praktische Grundlage für die langfristige Widerstandsfähigkeit der Küstengebiete und einen von den Menschen vor Ort getragenen Schutz der Mangrovenlandschaft von Saadani.

Projektpartner

Die veritree Foundation ist eine gemeinnützige Stiftung mit Sitz in den Vereinigten Staaten. Sie basiert auf einem einfachen Grundsatz: Bei der Renaturierung sollte philanthropisches Engagement von derselben Sorgfalt, Nachvollziehbarkeit und Transparenz geprägt sein, die auch die vertrauenswürdigsten gemeinnützigen Projekte auszeichnen.

Unsere Mission ist es, Renaturierungsprojekte zu unterstützen, die lokales Engagement mit ökologischem Fachwissen verbinden, um Wälder, Küstengebiete und andere lebenswichtige Ökosysteme wiederherzustellen. Wir freuen uns über Spenden von Menschen, die mehr als eine Spendenbescheinigung erwarten und wie wir an nachweisbare Ergebnisse und konkrete Wirkung glauben.