Destination Zero Waste Cyprus and Greece

Die atemberaubenden Küsten und das kristallklare Wasser des Mittelmeers ziehen seit Jahrhunderten Besucher*innen an und haben in Reisezielen wie Zypern und Griechenland eine florierende Tourismuswirtschaft entstehen lassen. Doch diese einzigartigen Landschaften stehen zunehmend vor einer Herausforderung: Plastikverschmutzung. Besonders während der Hochsaison führt der starke Zustrom von Reisenden in Küstenregionen zu einem deutlichen Anstieg von Plastikmüll.

Die Tourismusbranche verfügt durch ihre Reichweite und ihre enge Verbindung zu Reisenden über ein großes Potenzial, positive ökologische Veränderungen anzustoßen – sei es durch Sensibilisierung oder durch die Einführung nachhaltiger Praktiken.

Destination Zero Waste Cyprus and Greece nutzt dieses Potenzial durch eine enge Zusammenarbeit zwischen der TUI Care Foundation und der Cyprus Sustainable Tourism Initiative (CSTI). Die Partnerschaft bindet Tourismusunternehmen, lokale Gemeinden und Besucher*innen gleichermaßen ein, um in der gesamten Region plastikfreie Reiseziele zu schaffen. Aufbauend auf dem Erfolg des Projekts in Zypern – ausgezeichnet mit dem Silver WTM Responsible Tourism Award 2022 in der Kategorie „Reduzierung von Plastikmüll in der Umwelt“ – wird die Initiative nun auf griechische Inseln wie Rhodos und Elafonisos ausgeweitet. Zudem entsteht in Zypern ein gemeindebasiertes Modell für plastikfreie Dörfer.

Dieser mediterrane Ansatz verwandelt ökologische Herausforderungen in Chancen für Innovation und schafft nachhaltige Tourismusmodelle, die die lokale Wirtschaft stärken und zugleich das natürliche Erbe schützen, das diese Reiseziele so einzigartig macht.

Die atemberaubenden Küsten und das kristallklare Wasser des Mittelmeers ziehen seit Jahrhunderten Besucher an und haben in Reisezielen wie Zypern und Griechenland eine florierende Tourismuswirtschaft entstehen lassen. Beide Länder stehen jedoch vor großen Herausforderungen durch Plastikverschmutzung, die ihre Mittelmeerküsten bedrohen. In Zypern machen Kunststoffe rund 80 % des Strandmülls aus, darunter viele Einwegartikel wie Strohhalme, Becher und Plastikflaschen. Trotz einer hohen Abfallentsorgungsquote werden nur 19 % des Gesamtabfalls im Land recycelt.

Auch die beliebten Touristeninseln Griechenlands kämpfen mit ähnlichen Problemen: Rhodos empfängt jährlich rund 3,5 Millionen Besucher*innen, und auf Elafonisos führt ein erheblicher saisonaler Bevölkerungsanstieg regelmäßig zu einer Überlastung der lokalen Abfallentsorgungssysteme. Die daraus entstehenden Umweltbelastungen machen deutlich, wie dringend innovative Lösungen erforderlich sind, um die natürliche Schönheit zu bewahren, die jedes Jahr Millionen von Reisenden anzieht.

Destination Zero Waste Cyprus and Greece bekämpft die Plastikverschmutzung im Mittelmeer durch einen kooperativen Ansatz, der Tourismusunternehmen, lokale Gemeinden und Besucher*innen zusammenbringt. Aufbauend auf früheren Erfolgen hat die Initiative acht Strände auf Zypern in zertifizierte plastikfreie Zonen verwandelt. Diese Modellstrände verfügen über Wasserauffüllstationen, die Einwegflaschen überflüssig machen, und zeigen kreative Upcycling-Kunstinstallationen, die in Zusammenarbeit mit lokalen Schul-Ökoklubs entstanden sind. In der aktuellen Projektphase wird außerdem ein von der Gemeinde getragenes Modell für plastikfreie Dörfer entwickelt, das zunächst in zwei zypriotischen Gemeinden getestet werden soll. Es verbindet Bildung, Infrastrukturverbesserungen und lokales Engagement, um die Plastikverschmutzung auch jenseits der touristischen Hotspots zu verringern.

Die Ausweitung des Projekts auf griechische Inseln ist ein wichtiger Meilenstein, da ein wirksamer Umweltschutz im Mittelmeerraum abgestimmte Maßnahmen über nationale Grenzen hinweg erfordert. Rhodos, das in den vergangenen Saisons Rekordzahlen an Besucher*innen verzeichnete, sowie die abgelegenere Insel Elafonisos werden mit der Einrichtung von zwei plastikfreien Stränden zu neuen Schwerpunkten der Initiative. Diese Expansion schafft ein wachsendes Netzwerk nachhaltiger Reiseziele im östlichen Mittelmeerraum und wird durch strategische Partnerschaften mit Rhodes Co-Lab und Elafonisos Eco ermöglicht.

Das Projekt arbeitet bereits mit 300 lokalen Unternehmen – Hotels, Restaurants, Bars und Geschäften – in Zypern zusammen, die Alternativen zu Einwegkunststoffen einführen. Dieses Netzwerk wird nun auf 450 Unternehmen in Zypern und Griechenland erweitert und schafft so eine kritische Masse an nachhaltigen Tourismusunternehmen. Die Partner*innen erhalten praktische Unterstützung durch Workshops und Schulungen, die ihnen helfen, nachhaltige Alternativen zu finden und plastikfreie Richtlinien umzusetzen.

Das Projekt richtet außerdem drei neue plastikfreie Schulen in Zypern ein, um Nachhaltigkeit im Bildungswesen zu fördern, und bezieht 3.000 Schüler*innen in Zypern und Griechenland durch Umweltbewusstseinskampagnen ein. Dieser Bildungsansatz geht über den Unterricht hinaus und erreicht durch Sensibilisierungskampagnen, Strandreinigungen, Wettbewerbe, öffentliche Veranstaltungen und praktische Initiativen wie „Beachfluencer“ und „Bring Your Cup“ eine breite Öffentlichkeit. Insgesamt werden 500.000 inländische und 1.000.000 internationale Tourist*innen in Zypern und Griechenland angesprochen.

Insgesamt zielt das Projekt darauf ab, durch verschiedene Initiativen 4.000 kg Plastikmüll zu sammeln, 3.000 kg zu recyceln und 2.000 kg zu upcyceln. Durch die Schaffung grüner Arbeitsplätze entstehen wirtschaftliche Vorteile für die lokalen Gemeinden. Es werden 40 neue Stellen in Bereichen wie Upcycling, nachhaltiger Produktentwicklung und Ökotourismus-Dienstleistungen erwartet. Ermöglicht wird dies durch Workshops, in denen lokale Gemeinden Fähigkeiten im grünen Unternehmertum erwerben, sowie durch technische Unterstützung für Sozialunternehmen, die sich auf die Umwandlung von Plastikmüll in nachhaltige Produkte konzentrieren.

Projektpartner

Die Cyprus Sustainable Tourism Initiative (CSTI) ist eine gemeinnützige Nichtregierungsorganisation, die 2006 gegründet wurde. Ihr Ziel ist es, die Nachfrage im Tourismusbereich (Reiseveranstalter, Reisebüros) mit dem Angebot an touristischen Ressourcen (kleine Produzent*innen und ihre Gemeinden) zu verbinden, um einen nachhaltigen Ansatz für den Tourismus in Zypern zu entwickeln. Dieser Ansatz bietet Tourist*innen ein unvergessliches Erlebnis und verschafft den durch den Massentourismus marginalisierten Dörfern einen klaren wirtschaftlichen Vorteil, während gleichzeitig die negativen sozioökonomischen und ökologischen Auswirkungen minimiert werden.