
TUI Junior Academy Rhodes
Inseln wie Rhodos, die eine blühende Tourismusindustrie verzeichnen, stehen vor erheblichen Umweltproblemen durch Einwegplastik, das häufig in überfüllten Müllbehältern am Meer oder am Strand landet. Jedes Jahr begrüßt die Insel mehr als zwei Millionen Urlauber*innen, was dem 16-fachen der eigenen Bevölkerung entspricht. Begrenzte Ressourcen, mangelndes Umweltbewusstsein, fehlende Bildung sowie ein Mangel an alternativen Materialien sind die hauptsächlichen Herausforderungen.
Die TUI Junior Academy Rhodos implementiert ein Schulungsprogramm für Lehrkräfte, das sich mit klimarelevanten Themen befasst, und bietet Schüler*innen auf der Insel Rhodos aufklärende Seminare zum Thema Meer und Haie an. Das Programm basiert auf einem Modell, das sowohl theoretischen Unterricht im Klassenzimmer als auch praktische Aktivitäten in der Natur einschließt. Es involviert alle 99 Grund- und Sekundarschulen auf Rhodos sowie Organisationen des öffentlichen Sektors und sensibilisiert für die Bedeutung eines nachhaltigen Tourismussektors.
Die Problematik der Plastikverschmutzung ist auf Rhodos von zentraler Bedeutung, da Touristen eine große Menge Abfall wie Wasserflaschen, Lebensmittelbehälter und Einkaufstüten produzieren. Dieser Abfall kann leicht im Meer landen, insbesondere wenn die Mülleimer überlaufen oder keinen Deckel haben, und somit das Meeresleben und das Ökosystem schädigen. Aufgrund begrenzter Recyclingmöglichkeiten hat die Insel Schwierigkeiten, die in der Hochsaison anfallende Menge an Plastikmüll zu bewältigen. Dies kann zu überfüllten Mülldeponien führen, die Gesundheitsrisiken bergen und zur Umweltverschmutzung beitragen können.
Zusätzlich enthalten viele Einwegkunststoffe schädliche Chemikalien, die mit der Zeit in die Umwelt gelangen können. Diese Chemikalien können Boden und Wasser kontaminieren, lokale Ökosysteme beeinträchtigen und möglicherweise Wildtiere schädigen.
Die TUI Junior Academy Rhodos ist ein Umweltprogramm, das erlebnispädagogische Küsten- und Unterwasserreinigungsaktionen für alle Schüler*innen auf der Insel umfasst. In Zusammenarbeit mit All For Blue werden 17.200 Schüler*innen und 2.150 Lehrkräfte an 57 Grundschulen und 42 weiterführenden Schulen über den Schutz der Meere und die Reinigung der Strände aufgeklärt.
Im Rahmen der nicht formalen Bildung kombinieren Schüler*innen und Lehrkräfte einen theoretischen Ansatz mit praktischen Aktionen, um Wissen zu erwerben, Fähigkeiten zu entwickeln, Einstellungen zu bilden und das Bewusstsein für den Schutz des Meeresökosystems zu schärfen. Dabei wird auch darüber nachgedacht, wie verschiedene Umweltprobleme gelöst werden können.
Das Programm motiviert sie dazu, sich gemeinsam für ihre lokalen Gemeinschaften zu engagieren und gleichzeitig global zu denken. Nach einer theoretischen Unterrichtseinheit werden praktische Strand- und Unterwasserreinigungsaktionen durchgeführt, an denen Schüler*innen, Lehrkräfte und zertifizierte Taucher*innen des All For Blue-Teams teilnehmen. Dabei werden wiederverwendbare Ausrüstungen wie Handschuhe, Säcke und Netze für die Taucher*innen verwendet. Bei jährlich sechs Aktivitäten mit je 500 Schüler*innen nehmen insgesamt 6.000 Schüler*innen am Projekt teil. Alle erhalten ein Teilnahmezertifikat. In der Wintersaison werden die Strandsäuberungen durch Online-Seminare ersetzt. In der Wintersaison werden die Strandsäuberungen durch Online-Seminare ersetzt.
Die Schüler*innen erhalten auch Beratung und Anleitung, wie sie ihr eigenes Freiwilligenteam gründen können. Im Rahmen einer Kampagne erhalten alle Freiwilligenteams wiederverwendbare Ausrüstung und einen Satz Strohhalme aus rostfreiem Stahl, wenn sie ihre erste Strandsäuberung organisieren und nachweisen.
Das bei den Strandsäuberungen gesammelte Plastik wird in 20 Recycling-Mülleimer umgewandelt. Diese Mülleimer, mit einem Fassungsvermögen von 115 Litern und aus recyceltem Kunststoffgranulat hergestellt, werden am Rathaus und anderen öffentlichen Plätzen aufgestellt, um die örtliche Gemeinschaft an das Projekt und die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft zu erinnern.
Projektpartner
All For Blue strebt danach, Menschen durch Aufklärungsprogramme und gemeinschaftliche Reinigungsaktionen mit den Ozeanen zu verbinden. Die Organisation informiert zukünftige Generationen mit ihren Meeresschutzseminaren über das Gleichgewicht der Meeresökosysteme und bietet ihnen Alternativen zu Einwegplastik. Durch die Durchführung von Umweltprojekten in ganz Griechenland und anderen Ländern sollen Kinder über das Leben im Meer und die Notwendigkeit, es zu schützen, aufgeklärt werden. Gleichzeitig sollen städtische Mythen über im Wasser lebende Kreaturen wie Haie ausgeräumt werden. Die Organisation versucht, den Kindern die Bedeutung jedes Lebewesens für den Kreislauf des Meereslebens und somit für die Nachhaltigkeit des gesamten Planeten zu vermitteln. Mit ihren Aktionen klärt All For Blue die Teilnehmenden ihrer Programme auf und zeigt Wege sowie Lösungen für eine möglichst geringe Umweltzerstörung auf.




