
TUI Forest Mozambique
Der Maputo-Nationalpark ist ein Paradies für Artenvielfalt und umfasst mehr als 1.700 Quadratkilometer Land- und Meeresfläche. Er beherbergt zahlreiche stark gefährdete Arten und wichtige Ökosysteme.
Allerdings hat der Park mit Finanzierungslücken sowie mangelnder Zusammenarbeit der lokalen Gemeinden zu kämpfen, was seinen Betrieb erschwert. Aufgrund häufiger Konflikte zwischen Mensch und Wildtieren hat die lokale Bevölkerung eine negative Einstellung zum Tierschutz. Unzureichende Mittel für Bildung, Forschung und Wissensaustausch führen dazu, dass Aufklärungsarbeit und Informationen nicht alle erreichen.
TUI Forest Mozambique geht diese Probleme an, indem es Mangrovenhabitate wiederherstellt und die Unterstützung für Gemeinden in der Nähe der Schutzgebiete verstärkt. Mit einer gemeinsamen Aktion, die die lokale Bevölkerung und die Tourismusbranche zum Schutz der wertvollen Ökosysteme zusammenbringt, wird auch die Zahl der Menschen erhöht, die an naturbezogenen Tourismusangeboten teilnehmen.
Das Projekt stärkt diese Frauen durch technische Schulungen in den Bereichen Landwirtschaft, Klimaresilienz und Unternehmertum. Zudem werden durch die Vernetzung mit dem Tourismussektor bessere Einkommensmöglichkeiten und ein einzigartiges „Field to Fork“-Tourismusangebot geschaffen. Diese Initiative fördert die Gleichstellung der Geschlechter, die wirtschaftliche Entwicklung, den Umweltschutz und den nachhaltigen Tourismus – und verbessert letztlich die Lebensgrundlagen benachteiligter Frauen und ihrer Gemeinden.
80% aller nistenden Schildkröten in Mosambik leben entlang der 80 km langen Küste des Maputo-Nationalparks. Küstendünen, Mangrovenwälder, Seegraswiesen und Korallenriffe sind die vier wichtigen Ökosysteme des Parks. Sie gelten als kritische Lebensräume, die zahlreiche Tier- und Pflanzenarten beherbergen und den lokalen Gemeinden sozioökonomische Möglichkeiten bieten.
Diese wunderschöne Region steht vor zahlreichen Herausforderungen. Neben der mangelnden Zusammenarbeit mit den lokalen Gemeinden leidet der Park unter einer nicht nachhaltigen Landnutzung der Pufferzonen, die in das Naturschutzgebiet hineinragen. Die geringe Widerstandsfähigkeit und das Fehlen alternativer Lebensgrundlagen für die Gemeinden verschärfen das Problem zusätzlich. In Mosambik sind über 80% der Bevölkerung in ländlichen Gebieten direkt von der Landwirtschaft und natürlichen Ressourcen abhängig und haben nur begrenzten Zugang zu alternativen Einkommensquellen.
TUI Forest Mozambique pflanzt über eine halbe Million Mangrovenbäume auf einer Fläche von 150 Hektar im Park. 100 Freiwillige sind das ganze Jahr über an den Pflanzaktionen des Projekts beteiligt.
Um die lokalen Gemeinden zu stärken, bietet das Projekt Schulungen in Naturschutzpraktiken für Lehrer*innen an, die Umweltclubs an 12 Schulen in den Pufferzonen des Parks leiten. Außerdem unterstützt es die Modernisierung einer lokalen Schule und den Ausbau zwei weiterer Schulen, um einen ganzheitlichen Bildungsansatz zu gewährleisten.
Durch die Gründung von vier Unternehmen für touristische Aktivitäten in Santa Maria und Ponto do Ouro schafft das Projekt zusätzliche Einkommensmöglichkeiten für die Gemeinden in der Umgebung des Nationalparks. Verbesserungen der touristischen Infrastruktur sind ebenfalls geplant, darunter der Bau eines 200 m langen Mangroven-Wanderwegs mit Informationstafeln und Einrichtungen für Urlauber*innen.
Projektpartner
Die Peace Parks Foundation ist eine gemeinnützige Organisation, die sich für die Einrichtung von Friedensparks oder grenzüberschreitenden Schutzgebieten im südlichen Afrika einsetzt. Um ihre Ziele zu erreichen, verfolgt die Stiftung einen Ansatz der gemeinsamen Verwaltung ihrer Gebiete und setzt wissenschaftlich fundierte Lösungen zum Schutz, zur Wiederherstellung und zur Wiederverbindung wichtiger terrestrischer und mariner Ökosysteme ein. Die Organisation arbeitet in drei Schlüsselbereichen: großflächiger Naturschutz zur Wiederherstellung und Erhaltung der Wildnis Afrikas; Gemeindeentwicklung um die Widerstandsfähigkeit der Gemeinden zu stärken; und wirtschaftliche Entwicklung zur Sicherung der finanziellen Nachhaltigkeit der Schutzgebiete.



