TUI Forest Borneo

Auf der Insel Borneo in Südostasien beherbergen dichte Regenwälder eine außergewöhnliche Vielfalt an Pflanzen- und Tierarten. Zahlreiche Nationalparks, darunter das Masoraian-Feuchtgebiet im Süden Kalimantans, haben sich zu beliebten Tourismuszielen entwickelt, an denen Besucher Orang-Utans und Malaienbären in ihrer natürlichen Umgebung beobachten können.

Diese wertvollen Lebensräume sind jedoch bedroht: Wilderei, illegaler Holzeinschlag und Landraub für private Palmölplantagen (außerhalb bestehender Konzessionen) gefährden ihren Fortbestand.

Auch die Gebiete entlang des Sekonyer-Flusses in der Pufferzone des Tanjung-Puting-Nationalparks in Zentralkalimantan sind durch Landnutzungsänderungen, illegalen Holzeinschlag und Goldabbau stark geschädigt. Die Folgen sind Entwaldung, eine zunehmende Zerschneidung von Lebensräumen und eine Verschlechterung der Wasserqualität. Als wichtige Uferzone spielt dieses Gebiet eine Schlüsselrolle für das ökologische Gleichgewicht und die Vernetzung der verbleibenden Waldgebiete. Seine Renaturierung ist daher sowohl für die biologische Vielfalt als auch für die Menschen vor Ort von entscheidender Bedeutung.

TUI Forest Borneo schützt und renaturiert die Feuchtgebiete von Masoraian. Neben einer umfassenden Wiederaufforstungskampagne schafft das Projekt Arbeitsplätze und bindet die Menschen vor Ort aktiv in den Schutz dieses wertvollen Ökosystems ein. Ein nachhaltiges Tourismusangebot trägt dazu bei, die Lebensgrundlagen der lokalen Bevölkerung zu verbessern und gleichzeitig die natürliche Umwelt zu bewahren.

Im Januar 2026 weitete das Projekt seine Aktivitäten auf das Dorf Sekonyer in der Pufferzone des Tanjung-Puting-Nationalparks aus und verstärkte damit die Renaturierungsmaßnahmen in einer ökologisch bedeutenden Flusslandschaft.

TUI Forest Borneo pflanzt im Masoraian-Feuchtgebiet auf einer Fläche von 125 Hektar insgesamt 200.000 Bäume, ausschließlich einheimischer Arten.

Das Projekt schafft 100 Arbeitsplätze für Menschen vor Ort und verbindet diese mit Schulungen entlang des gesamten Wiederaufforstungsprozesses – von der Anzucht der Setzlinge über das Management der Baumschulen, die Bodenvorbereitung und die Pflanzung bis hin zur Überwachung und Nachsorge. Darüber hinaus beteiligen sich 800 Freiwillige und Mitarbeitende an den Renaturierungsmaßnahmen, unter anderem durch Baumpflanzungen, Pflegearbeiten und Monitoring.

Im erweiterten Projektgebiet umfassen die Aktivitäten die Renaturierung von 400.000 m² degradierter Flächen durch die Pflanzung weiterer 100.000 einheimischer Bäume. Hinzu kommen die Vorbereitung der Flächen, die Beschaffung von Setzlingen aus der lokalen Bevölkerung sowie deren kontinuierliche Pflege und Überwachung. Wiederaufforstungsmaßnahmen, die Bereitstellung von Setzlingen und die Renaturierung der Flusslandschaft schaffen zusätzliche Beschäftigungs- und Einkommensmöglichkeiten und binden rund 45 Menschen vor Ort direkt in die Renaturierungs- und Naturschutzmaßnahmen ein. Auf diese Weise wird der Lebensraum von mindestens acht gefährdeten Arten geschützt, darunter Orang-Utans, Nasenaffen und Malaienbären.

Im Sekonyer-Gebiet werden diese Maßnahmen durch Waldpatrouillen zur Eindämmung des illegalen Holzeinschlags und Bergbaus, die Überwachung der Tierwelt mithilfe von Kamerafallen sowie Umweltbildungsprogramme für Schüler*innen und die lokale Bevölkerung ergänzt. So wird das Bewusstsein für den Naturschutz gestärkt und die langfristige Verantwortung für die Waldökosysteme gefördert.

Die Entwicklung nachhaltiger Tourismusangebote bindet Besucher*innen aktiv in die Naturschutzmaßnahmen ein und schafft zusätzliche Einkommensmöglichkeiten für die Menschen vor Ort. Im Rahmen des Programms werden sie in den Bereichen Gastgewerbe, Reiseleitung und weiteren für den Ökotourismus relevanten Kompetenzen geschult. Am neuen Projektstandort werden diese Aktivitäten zudem mit dem Flusstourismus verknüpft, unter anderem durch Wildtierbeobachtungen und Bildungsausflüge. Dabei baut das Projekt auf bestehenden Öko-Lodges und Bootstouren entlang des Sekonyer-Flusses auf und schafft zusätzliche Möglichkeiten für die Menschen vor Ort, vom nachhaltigen Tourismus zu profitieren.

Durch die Ausweitung auf die Projektgebiete Masoraian und Sekonyer stärkt TUI Forest Borneo die Wiederherstellung von Ökosystemen, den Schutz der biologischen Vielfalt und das Engagement der lokalen Bevölkerung. Durch die Verbindung von Wiederaufforstung, Naturschutz und nachhaltigem Tourismus trägt das Projekt zum langfristigen Schutz des Regenwaldes auf Borneo bei und unterstützt gleichzeitig nachhaltige Lebensgrundlagen der lokalen Bevölkerung.

Projektpartner

„Friends of Nature, People and Forests“ (FNPF) setzt sich für einen nachhaltigen Naturschutz ein, der die Bedürfnisse der indonesischen Tierwelt und Umwelt mit dem Wohlergehen der Menschen vor Ort in Einklang bringt. Die Organisation ist eine basisorientierte Naturschutzorganisation, die direkt in den Projektgebieten tätig ist. Ihre Gründer und wichtigsten Mitarbeitenden sind Indonesier*innen, vor allem Tierärzt*innen und qualifizierte Umweltwissenschaftler*innen. Sie kennen die lokale Kultur sowie die Gegebenheiten und Herausforderungen vor Ort und arbeiten eng mit der lokalen Bevölkerung, traditionellen und kulturellen Gruppen, Behörden, Forschenden, Freiwilligen und der internationalen Naturschutzgemeinschaft zusammen.

FNPF beschäftigt Menschen aus den Projektregionen, bildet sie weiter und stärkt ihre sozialen und wirtschaftlichen Perspektiven. Ziel der Organisation ist es, bewährte Managementpraktiken zu entwickeln und umzusetzen, um einen langfristig wirksamen Naturschutz zu fördern. Dabei werden der Schutz der Umwelt und das Wohlergehen der Menschen vor Ort gleichermaßen berücksichtigt.