Destination Zero Waste Tunisia

Plastik- und andere Abfälle tragen zu einer Umweltkrise in Tunesien bei, wo es den lokalen Gemeinschaften und dem Tourismussektor an Bewusstsein für die Möglichkeiten der Abfallreduzierung und des Upcyclings von Abfällen zu anderen Produkten mangelt.

Gemeinsam mit Indinya recycelt Destination Zero Waste Tunisia Abfälle zu umweltfreundlichen, abfallfreien Souvenirs, die die tunesische Kultur präsentieren. Es wird ein Abfallsammelprogramm eingerichtet, um Plastik- und Glasabfälle zu sammeln und sie in neue, qualitativ hochwertige Upcycling-Produkte umzuwandeln. Das Projekt nutzt auch praktische Workshops, um das Bewusstsein der lokalen Gemeinschaft für den Umweltschutz zu schärfen.

Der Tourismus in Tunesien verursacht große Mengen an Plastikmüll, wobei in den Sommermonaten in großen Touristenstädten wie Hammamet doppelt so viel anfällt. Den Gemeinden fehlen die finanziellen Mittel, um eine nachhaltige Abfallbewirtschaftung in touristischen Gebieten zu gewährleisten, und sie brauchen die Hilfe anderer Akteur*innen, um den finanziellen und technischen Druck zu verringern und nachhaltige Lösungen umzusetzen.

Derzeit werden in Tunesien nur 4-7 % der Abfälle recycelt, was bedeutet, dass das Abfallmanagementsystem nicht so effizient und nachhaltig ist, wie es sein könnte. Ein Beispiel hierfür sind die Kunststoffabfälle, welche von so genannten „Barbechas“ gesammelt werden , die Teil der informellen Wirtschaft sind. Sie sammeln jedoch hauptsächlich Wasserflaschen aus Plastik und andere Plastikflaschen, die sie weiterverkaufen können. Alles andere Plastik verbleibt in der Natur/Landschaft oder landet auf der Mülldeponie.

Recycling und Upcycling verringern die Abfallmenge, die auf tunesischen Deponien landet. Durch Upcycling wird derselbe Abfall in ein hochwertigeres Produkt umgewandelt, das kreativer ist und eine Vielzahl von Techniken und Materialien zur Herstellung des Endprodukts umfassen kann. Außerdem entlastet es die begrenzte tunesische Recycling-Infrastruktur und ist eine positive Option für die Umwelt.

Destination Zero Waste Tunisia entwickelt ein Abfallsammelprogramm, um ca. 17 000 kg Kunststoff- und Glasabfälle in neue Produkte und Souvenirs umzuwandeln. Es werden 23 000 kg Abfall gesammelt und 5 500 kg verschiedener Glas- und Kunststoffarten recycelt.

Das Projekt arbeitet auch mit 15 lokalen Unternehmen zusammen, um eine Plattform für die Zusammenarbeit verschiedener Interessengruppen zu schaffen, die ebenfalls Abfallmaterial verwenden und umwandeln. Darüber hinaus werden 1300 Urlauber*innen in 68 Upcycling-Workshops, die im Rahmen des Projekts entwickelt werden, nachhaltige Tourismuserfahrungen machen. Außerdem werden acht Arbeitsplätze für Mitglieder der lokalen Gemeinschaft geschaffen, die zu Zero-Waste-Champions und Botschafter*innen der Abfallvermeidung ausgebildet werden.

Projektpartner

Die Rockhouse Foundation hat es sich zum Ziel gesetzt, die Bildungseinrichtungen in Jamaika zu verbessern und engagierte Lehrkräfte zu unterstützen. Seit ihrer Gründung im Jahr 2004 hat die Stiftung sechs öffentliche Schulen in der Region Negril renoviert und umgebaut sowie die Negril Community Library gefördert. Dadurch konnte das Leben von Tausenden jungen Menschen und ihren Familien direkt positiv beeinflusst werden. Das derzeitige Hauptprojekt ist die Sav Inclusive School, die von der Stiftung vollständig neu errichtet wurde.

Die Verwaltungs- und Marketingkosten der Stiftung werden vollständig vom Rockhouse Hotel, dem Skylark Negril Beach Resort, Miss Lily’s sowie deren Eigentümer*innen getragen. Somit fließen alle Spenden direkt in die Projekte und Programme der Stiftung.