Pressemitteilung
Berlin
,
19. Februar 2026
Einzigartige Waldlandschaft in Jamaika wiederherstellen: TUI Care Foundation startet neues TUI Forest Projekt
- Im Rahmen der zweijährigen Initiative werden 40.000 einheimische und Agroforstbäume auf einer Fläche von 223 Hektar in Cockpit Country gepflanzt, einer der artenreichsten Regionen Jamaikas
- Projekt verbindet Waldwiederherstellung mit der Entwicklung des Ökotourismus, schafft nachhaltige Einkommensmöglichkeiten für lokale Gemeinschaften und erreicht über 1.700 Menschen in der Region
- Projekt wird im Rahmen des „Forest February“ der TUI Care Foundation gestartet, einer Initiative zur Hervorhebung der globalen Bedeutung der Wiederaufforstung
Cockpit Country im westlichen Zentraljamaika erstreckt sich über 94.000 Hektar Karst-Kalksteingebiet und zählt zu den wichtigsten Ökosystemen der Insel. Es liefert rund 40 Prozent des Süßwassers Jamaikas und beherbergt zahlreiche endemische Arten. Gleichzeitig verfügen etwa 70.000 Menschen in 59 umliegenden Gemeinden nur über begrenzte Einkommensmöglichkeiten. Das zwingt viele zu einer nicht nachhaltigen Nutzung der Waldressourcen. Unkontrollierte Waldbrände zerstören weitere Flächen, führen zu Bodenerosion und beeinträchtigen die Wasserqualität. Längere Trockenperioden und steigende Temperaturen in Folge des Klimawandels verschärfen die Situation noch. Obwohl 73.000 Hektar als Schutzgebiet ausgewiesen sind, bleiben einzelne Waldabschnitte sowie angrenzende Privatflächen mit vergleichbarem ökologischem Wert weiterhin gefährdet.
Um diesen Herausforderungen zu begegnen, startet die TUI Care Foundation gemeinsam mit der Southern Trelawny Environmental Agency (STEA) das Projekt TUI Forest Jamaica. Die auf zwei Jahre angelegte Initiative etabliert ein alternatives, nachhaltiges Einkommensmodell, das die Waldzerstörung eindämmt und zugleich wirtschaftliche Perspektiven für die lokalen Gemeinden schafft.
Im Rahmen des Projekts werden 32.000 einheimische Bäume in ausgewiesenen Waldschutzgebieten gepflanzt, in denen durch die Umwandlung in landwirtschaftliche Flächen Lücken entstanden sind. In Zusammenarbeit mit lokalen Waldbewirtschaftungskomitees wird die STEA Gemeindemitglieder in Wiederaufforstungsmaßnahmen einbinden und Bildungs- und Begegnungsorte für Naturschutzprogramme schaffen. Zugleich werden neue Impulse für den Ausbau des Ökotourismus gesetzt. Ergänzend werden 8.000 Agroforstbäume für ökotouristische Aktivitäten gepflanzt. Der integrierte Ansatz erhöht die Attraktivität des Standorts für naturbasierten Tourismus, reduziert Bodenerosion und schafft Anreize für private Landbesitzerinnen und Landbesitzer, sich an der Wiederaufforstung zu beteiligen. Die Agroforstkomponente ermöglicht den Gemeinden zusätzliche Einkommensquellen durch den Anbau marktfähiger Lebensmittel und stärkt gleichzeitig das Besuchererlebnis durch regionale Produkte.
Zur Bereitstellung von Pflanzmaterial wird eine Baumschule eingerichtet, deren Betrieb von Gemeindemitgliedern übernommen wird. Im Rahmen des Projekts werden 25 Gemeindemitglieder, insbesondere junge Frauen und Männer, zu Naturguides und lokalen Gastgebern ausgebildet. Dabei wird besonderes Augenmerk auf den Schutz der lokalen Artenvielfalt gelegt. Bestehende Einrichtungen wie Toiletten, ein Besucherzentrum und eine Außenküche werden renoviert. Zudem werden Wanderwege wieder zugänglich gemacht. Der Erholungsbereich bietet künftig Produkte der lokalen Küche – vom Bauernhof bis auf den Tisch. Informationstafeln und anschauliche Materialien vermitteln ökologische Hintergründe.
Mit gezielten Sensibilisierungskampagnen sowie der Einbindung in Wiederherstellungs- und Schutzmaßnahmen erreicht das Projekt mehr als 1.700 Menschen direkt und schafft 53 Arbeitsplätze für Gemeindemitglieder. Mit dem Ausbau des Ökotourismusangebots und der Infrastruktur können zudem über 2.000 Touristinnen und Touristen sowie Schulkinder an naturbasierten Angeboten teilnehmen. Ein „Adopt-a-Tree”-Programm ermöglicht es Besucherinnen und Besuchern, die Naturschutzbemühungen der Gemeinde finanziell zu unterstützen. Einnahmen aus Wiederaufforstung und Tourangeboten schaffen darüber hinaus Anreize, die Projektwirkungen langfristig zu sichern.
„Forest February“ ist eine Initiative der TUI Care Foundation, die einen Monat lang Projekte und Bildungsmaßnahmen rund um das Thema Wiederaufforstung bündelt. Mit Projektstarts und Informationsangeboten rückt sie die Bedeutung gemeinschaftlich verwalteter Wiederaufforstungslösungen sowie nachhaltiger agroforstwirtschaftlicher Tourismusansätze in den Fokus – zum Schutz von Waldökosystemen und zum Nutzen lokaler Gemeinden und künftiger Generationen.
Über die TUI Care Foundation
Die TUI Care Foundation initiiert und unterstützt Projekte, die jungen Menschen auf der ganzen Welt neue Zukunftsperspektiven eröffnen, Natur und Umwelt schützen und die nachhaltige Entwicklung von Urlaubsdestinationen fördern. Dabei setzt die Stiftung auf das Potenzial des Tourismussektors als Motor für gesellschaftliche Entwicklung, Bildung und Wohlstand. Sie baut auf starke Partnerschaften mit regionalen und internationalen Organisationen, um nachhaltigen Wandel zu bewirken. Die TUI Care Foundation ist eine unabhängige Stiftung, die von TUI initiiert wurde. Sie hat ihren Sitz in den Niederlanden.
Über die Southern Trelawny Environmental Agency
Die Southern Trelawny Environmental Agency (STEA) engagiert sich für die Bewältigung von Umweltproblemen in South Trelawny und Cockpit Country, Jamaika. Die Organisation fördert umweltverträgliche Initiativen zur wirtschaftlichen und gemeinschaftlichen Entwicklung und setzt sich für die nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen von Cockpit Country ein. STEA führt Projekte in den Bereichen Bodenschutz, Umweltbildung, Ökotourismusentwicklung und Interessenvertretung durch. Zudem hat die Organisation Jamaikas erstes Agrotourismus- und Food-Festival ins Leben gerufen, das landwirtschaftliche und ökologische Unternehmen in Cockpit Country unterstützt.

Head of Programme Management and External Communications
Manuel Ferreira




