Pressemitteilung
Berlin
,
10. Juni 2026
Barrieren für LGBT+-Unternehmen im Tourismus überwinden: TUI Care Foundation startet zweite Phase ihres globalen Innovationsprogramms
- TUI Futureshapers Global: LGBT+ Travel Innovators geht in weitere internationale Runde und unterstützt Unternehmerinnen und Unternehmer im inklusiven Tourismus
- Erste Phase unterstützte Unternehmerinnen und Unternehmer aus mehr als 20 Ländern; Teilnehmende erhielten Zugang zu Mentoring, Schulungen und Kontakten in der internationalen Tourismusbranche
- Projekt wurde bei den Rainbow Honours 2026 für die Auszeichnung „Global LGBT+ Initiative of the Year“ nominiert
Die TUI Care Foundation und die IGLTA Foundation haben eine weitere Runde des Projekts „TUI Futureshapers Global: LGBT+ Travel Innovators“ gestartet. Damit setzen sie ihr gemeinsames Engagement für LGBT+-Unternehmerinnen und -Unternehmer in aufstrebenden Reisezielen weltweit fort, wo das Angebot aktuell knapp ist.
Das Projekt verbindet betriebswirtschaftliche Schulungen, individuelles Mentoring und Kontakte in globale Tourismusnetzwerke. Ziel ist es, LGBT+-Tourismusunternehmen dabei zu helfen, ihr Geschäft zu stärken, ihre Sichtbarkeit zu erhöhen und inklusivere Reiseerlebnisse zu schaffen. In Workshops, Networking-Formaten und Schulungen mit Fachleuten erwerben die Teilnehmenden praktische Fähigkeiten in Geschäftsentwicklung, Führung, Markenbildung, Finanzen und dem Aufbau strategischer Partnerschaften.
Der Start der zweiten Runde folgt auf den erfolgreichen Abschluss der ersten Projektphase, die 26 Unternehmerinnen und Unternehmer aus mehr als 20 Ländern auf fünf Kontinenten begleitete. Die Teilnehmenden führen ganz unterschiedliche Tourismusunternehmen: vom Reiseveranstalter über Reisebüros, Hotels und Retreat-Zentren bis zu Eventagenturen. Jede und jeder von ihnen arbeitete mit erfahrenen Mentorinnen und Mentoren aus dem gesamten TUI Ökosystem und der internationalen Tourismusbranche zusammen. Zudem erhielten sie Zugang zum globalen IGLTA-Netzwerk mit mehr als 14.500 LGBT+-freundlichen Tourismusunternehmen.
Ein kürzlich veröffentlichter Wirkungsbericht zur ersten Runde zeigt, wie sehr das Projekt das LGBT+-Unternehmertum im Tourismus stärkt. Er macht deutlich, wie viel internationale Netzwerke für Unternehmerinnen und Unternehmer gerade dort bewegen, wo LGBT+-Unternehmen nach wie vor auf soziale, rechtliche und wirtschaftliche Hürden stoßen. Der Wirkungsbericht enthält Fallstudien von Unternehmerinnen und Unternehmern, die den Tourismus nutzen, um sicherere, repräsentativere und gemeinschaftsorientierte Reiseerlebnisse zu schaffen.
In Brasilien stärkte Baltazar de Almeida seine Afro-Queer-Tourismusinitiative TTour und machte damit das LGBT+-Kulturerbe sowie Schwarze und queere Geschichte im Tourismus sichtbarer. In Kenia entwickelte die Unternehmerin Njeri Gachuhi durch Partnerschaften mit lokalen Tourismusanbietern inklusive Reiseerlebnisse für queere Frauen in ganz Ostafrika. Auf Curaçao baute Janice Tjon Sien Kie mit „Outcaribbean“ eine Reisemedienplattform auf, die LGBT+-Reisende mit aufgeschlossenen Anbietern und authentischen karibischen Erlebnissen zusammenbringt.
Baltazar de Almeida, Gründer von TTour in Brasilien und Teilnehmer der ersten Phase, sagte: „Da ich in einer Favela in Angra dos Reis aufgewachsen bin, hatte ich nie das Gefühl, dass der Tourismus etwas für Menschen wie mich ist. Durch das Projekt konnte ich unsere Vision eines queeren Afro-Tourismus in Brasilien schärfen, Kontakte zu internationalen Partnern knüpfen und zeigen, dass das kulturelle Erbe der LGBT+-Gemeinschaft im Tourismus Sichtbarkeit und Anerkennung verdient.“
Janice Tjon Sien Kie, Gründerin von Outcaribbean auf Curaçao und ebenfalls Teilnehmerin der ersten Runde, ergänzte: „Die Teilnahme am Programm hat mir geholfen zu erkennen, dass unsere Identitäten und Geschichten keine Einschränkungen, sondern Stärken sind. Mentoring, neue Kontakte und internationale Sichtbarkeit gaben mir den Mut, Outcaribbean weiterzuentwickeln und in der gesamten Karibik Reiseangebote zu schaffen, die sichtbarer und einladender sind.“
Das Projekt findet auch international Anerkennung. Anfang dieses Jahres wurde „TUI Futureshapers Global: LGBT+ Travel Innovators“ bei den Rainbow Honours für die Auszeichnung „Global LGBT+ Initiative of the Year“ nominiert – eine Würdigung dafür, wie es Inklusion und Chancengleichheit im weltweiten Tourismus voranbringt.
Das Projekt ist Teil des globalen TUI Futureshapers Programms, das engagierte Menschen in Reisezielen unterstützt, die aus sozialen und ökologischen Problemen tragfähige Geschäftsideen machen. Das Programm ist in Destinationen auf der ganzen Welt aktiv, darunter Cabo Verde, Jamaika, Marokko, Namibia, Griechenland, Tunesien, Ägypten, Albanien, Portugal, Schweden, Großbritannien, Kolumbien, Sansibar, die Dominikanische Republik und Laos.
Über die TUI Care Foundation
Die TUI Care Foundation initiiert und unterstützt Projekte, die jungen Menschen auf der ganzen Welt neue Zukunftsperspektiven eröffnen, Natur und Umwelt schützen und die nachhaltige Entwicklung von Urlaubsdestinationen fördern. Dabei setzt die Stiftung auf das Potenzial des Tourismussektors als Motor für gesellschaftliche Entwicklung, Bildung und Wohlstand. Sie baut auf starke Partnerschaften mit regionalen und internationalen Organisationen, um nachhaltigen Wandel zu bewirken. Die TUI Care Foundation ist eine unabhängige Stiftung, die von TUI initiiert wurde. Sie hat ihren Sitz in den Niederlanden.
Über die IGLTA Foundation
Die International LGBTQ+ Travel Association ist weltweit führend in der Förderung von LGBTQ+-Reisen und stolzes assoziiertes Mitglied von UN Tourism. Die IGLTA will authentische Reisen ermöglichen, die das Leben bereichern und die LGBTQ+-Community mit der Tourismusbranche verbinden. Das globale Netzwerk der IGLTA umfasst mehr als 14.500 LGBTQ+-freundliche Unterkünfte, Reiseziele, Dienstleister, Reisebüros, Reiseveranstalter, Veranstaltungen und Reisemedien in über 80 Ländern. Die gemeinnützige IGLTA Foundation unterstützt LGBTQ+-freundliche Reiseunternehmen weltweit durch Führung, Forschung und Bildung. Weitere Informationen finden Sie unter iglta.org, igltaconvention.org oder iglta.org/foundation. Folgen Sie der Stiftung in den sozialen Medien unter @IGLTA und @IGLTAFoundation.

Head of Programme Management and External Communications
Manuel Ferreira



